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Der Messschieber-Spezialist
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Was ist ein Messschieber?

Der Messschieber (in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland Schiebelehre, bzw. Schublehre) ist ein Längenmessgerät.
Für die Messung von Außen- und Innenmaßen besitzt der Messschieber jeweils zwei Messschenkel. Außerdem verfügt der Messschieber meist über eine Tiefenmessstange, die zum Messen von z. B. Bohrungen verwendet wird. Die klassische Ausführung des Messschiebers hat zur Steigerung der Ablesegenauigkeit einen Nonius. Auch Messschieber, bei denen der Messwert von einer Rundskala abgelesen werden kann, werden ebenfalls verwendet. Inzwischen werden häufig Messschieber mit einer digitalen Ziffernanzeige eingesetzt. Diese Messschieber weisen zwar keine höhere Messgenauigkeit auf, lassen sich aber besser und schneller ablesen. Mit einem digitalen Messschieber ist auch die Übertragung der Messdaten zum Computer für eine Auswertung ist möglich..

Allgemeines über den Messschieber

Gute Messschieber bestehen aus gehärtetem nicht rostendem Stahl, um bei häufigem Gebrauch des Messschiebers den Abrieb zu mindern und die Maßhaltigkeit des Messschiebers dauerhaft zu gewährleisten. Daneben gibt es für geringere Anforderungen auch Messschieber  aus Messing und Kunststoff. Messschieber für den Arbeitsbereich Metallbau haben meist auf der Rückseite eine eingravierte Tabelle, auf der den ganzzahligen Gewinde-Durchmessern die Durchmesser der zugehörigen Kernbohrer für die Vorbereitung zum Gewindeschneiden gegenübergestellt sind. Bei der Messung von Außen- und Innendurchmessern wird im Gegensatz zur Messschraube beim Messschieber das Abbesche Komparatorprinzip nicht eingehalten. Der dadurch bedingte Kippfehler 1. Ordnung führt zu einer im Aufbau des Messschiebers begründeten prinzipiell nicht vermeidbaren Messungenauigkeit. Weitere Fehlermöglichkeiten beim Messschieber sind Führungsfehler, Anlagefehler, an das zu messende Objekt, und Verschleiß (Beschädigung, Verschmutzung). Wenn mit der Tiefenmessstange gemessen wird, wird das Abbesche Prinzip jedoch nicht verletzt, da in diesem Fall Skala und Messstange in einer Flucht liegen. Das Messen mit dem Messschieber gehört zu den direkten Messverfahren, da Eingangsgröße und Ausgangsgröße identisch sind (in diesem Fall die Länge).

Ablesen und Messgenauigkeit eines Messschiebers

Der Messfehler eines Messschiebers liegt bei 0,2 bis 0,01 mm und ist abhängig von dem jeweiligen Messbereich und der Länge des Messschenkels. Eine höhere Auflösung bietet eine Mikrometerschraube. Hier liegt die Grenze der mechanischen Positioniergenauigkeit bei ca. 1 µm. Um den unvermeidlichen Messfehler (besser die Messtoleranz) möglichst gering zu halten, können verschiedene Verfahren angewendet werden: bei kreisrunden Objekten (z. B. Schaft eines Bohrers) wird axial dieselbe Stelle radial um 120 Grad verdreht zum zweiten Mal und erneut um 120 Grad verdreht zum dritten Mal gemessen.
 (Beispiel: Schneiden Sie einen runden Kuchen von der Mitte aus in drei gleich große Stücke und messen Sie jeweils vom Schnittpunkt am Rand des Kuchens zur gegenüberliegenden Seite. Dabei müssen Sie immer denselben Abstand vom Messpunkt zum Boden des Kuchens einhalten.) Der Mittelwert aus den drei erhaltenen Messwerten ergibt dann den tatsächlichen Wert. Bei unregelmäßigen oder kleinen Objekten soll das Objekt immer in der Mitte des Messbereiches der Messschenkel vermessen werden. Auch hier gilt, aus verschiedenen Winkeln mehrfach messen. bei parallelen Flächen, gleich welcher Form, soll das zu messende Objekt immer vollflächig von beiden Messschenkeln erfasst werden. Auch hier gilt, aus verschiedenen Winkeln mehrfach messen.
Grundsätzlich gilt für jede Messung, dass die Messschenkel nur bis zum Erreichen eines leichten Widerstandes zusammenzuschieben sind. Jeder Aufwand an Druck verfälscht das Ergebnis proportional.

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